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VBO – Vertiefte Berufsorientierung
Seit diesem Schuljahr führen wir die Bezeichnung „Mittelschule“. Diese Schulform zeichnet sich neben vielen anderen Qualitäten besonders durch eine intensive Vorbereitung und Begleitung bei der Wahl eines geeigneten Ausbildungsberufes aus. Dazu bietet unsere Schule verschiedene Möglichkeiten der theoretischen und auch praktischen Information in Kooperation mit zahlreichen außerschulischen Partnern an.
Die „vertiefte Berufsorientierung“ (kurz: VBO) dient der Gewinnung eines Überblickes über mögliche Ausbildungsrichtungen.
Der ideale Termin liegt in der 7. Klasse, um den Schüler/-innen die Auswahl im Praxisfach für die 8. Klasse und die Wahl der Praktikumsplätze zu erleichtern. Die Schüler/-innen lernen in einer Woche fünf verschiedene Berufsfelder kennen. Dabei sind die Klassen jeweils in zwei Gruppen aufgeteilt und die Schüler/-innen können so jeden Tag zwischen zwei Berufsfeldern wählen. Um den Beruf gründlich kennenlernen zu können, dauert jeder Praxistag von 8.15 Uhr bis 15.00 Uhr.
In diesem Schuljahr wurde diese VBO in unseren beiden 7. Klassen durchgeführt. Neben den praktischen Aufgaben konnten sich die Schülerinnen und Schüler auch über die theoretischen Inhalte der Ausbildungsberufe und über die Anforderungen, die an die zukünftigen Azubis gestellt werden, informieren.
Am Montag bauten die jungen Schreiner unter Anleitung von Herrn Rupprecht (Auerbach) bzw. von Herrn Weigl (Kolping Amberg) einen Stiftehalter. Parallel dazu erläuterte Frau Meisel (Auerbach) die Techniken und Kniffs des Friseurberufs.
Am Dienstag zerlegten die Kfz-Mechatroniker mit Herrn Eckert (Auerbach) u. a. ein Getriebe, während die zweite Gruppe in die Aufgaben des Berufsfeldes Verkauf (Waren einräumen, dekorieren usw.) durch Frau Wagner (Auerbach) eingeführt wurden.
Das Baugewerbe stand am Mittwoch im Mittelpunkt. Eine Gruppe goss als Maurer, betreut vom Herrn Steger (Auerbach), Betonfüße für eine neue Bank auf unserem Pausenhof und durfte auch kleine Wände mauern. Die Maler unter Anleitung von Herrn Gerke (Auerbach) gestalteten den Freizeitraum für unsere offene Ganztagsschule in unserem Schulgebäude.
Am Donnerstag wurde zusammen mit Herrn Wölfl (Kolping) das Bäckerhandwerk ausprobiert. Die Ergebnisse – Pizza, Brot, Kleingebäck – schmeckten lecker. Die zweite Gruppe lernte mit Herrn Lorenz (Kolping) den Umgang mit Metall, das fertigte Produkt (eine Rose aus verschiedenen Blechen) beeindruckte alle.
Diese Rose wurde mit der zweiten Gruppe auch am Freitag gefertigt, so dass alle Teilnehmer ein solches Schmuckstück mit nach Hause nehmen konnten. An diesem Tag stellte Herr Ritz (Kolping) vor, was alles zum Elektrobereich gehört. Neben Lötübungen konnten auch Lichteffekte mit LED-Bausätzen erzeugt werden.
Für die Schülerinnen und Schüler war es eine abwechslungsreiche und interessante Woche, die neben „kleineren körperlichen Beschwerden“ viele positive arbeitspraktische Erfahrungen gebracht hat.
Was auch noch wichtig ist: Wie wird diese Woche eigentlich finanziert?
50 % der Kosten trägt die Agentur für Arbeit
25 % bezahlt der Staat (Regierung der Oberpfalz)
25 % erbringen die betreuenden Lehrer (nicht bezahlte Mehrarbeit)
Die Schule möchte sich auch nochmals bei allen Betrieben und Betreuern bedanken, die sich mit sehr großem Engagement um unsere Schüler/-innen gekümmert haben. Auch die Organisation mit Kolping, hier besonders Herrn Lorenz, verlief problemlos, offen und angenehm.
Ferdinand Höllerer